Pflanzen sind mehr als wir Menschen äusseren Einflüssen ausgesetzt.
Pflanzen unterliegen stärker als Tiere den Rythmen von Sonnenauf- & Sonnenuntergang, von Mondaufgang & Monduntergang.
Wie die Sonne im Jahreslauf erst mit jedem Tag etwas höher am Himmel klettert, mit kurzen Schatten im Sommer ihren Zenit erreicht und dann zum Winter hin die Bögen, die sie am Horizont zieht, wieder kürzer werden, so tut es auch der Mond.
Ein solches „Mondjahr“ dauert allerdings nur 27 Tage.
. Zum Verständnis hilft es vielleicht Vergleiche mit den Jahreszeiten der Sonne zu ziehen.
Genau wie bei der Sonne, zeigen die Pflanzen auch bei aufsteigendem Mond ( bei der Sonne - Winter bis Sommer) starkes Blatt- und Triebwachstum (vegetatives Wachstum). Diese Zeit nutzen wir z.B. für den Schnitt von Stecklingen, die in dieser Zeit besonders kräftig und üppig sind und die in der darauffolgenden Phase des absteigenden Mondes oft schon die ersten Wurzeln schlagen.
Zum Winter hin (absteigender Mond) überwiegen in der mehrjährigen Pflanze Wachstums-/ bzw. Einlagerungsprozesse in den Wurzeln, während sich die einjährige Pflanze in der generativen Vermehrung (über Samen) erschöpft. Das Bodenleben und das Wurzelwachstum sind besonders aktiv, wobei z.B. Jungpflanzen besser in Boden oder Topf anwachsen.
Neben diesem Zyklus gibt es noch die Rythmen von zunehmendem und abnehmendem Mond und einen ebenfalls ca. einen Monat („Mond“) langen Rythmus von Ernähe und Erdferne. Die Entfernung schwankt dabei zwischen 360.000 und 405.000km. Diese Schwankung beeinflusst nicht nur Effekte wie Ebbe und Flut, sondern auch unsere Pflanzen.
Natürlich hat der aber Rythmus der Sonne - die Jahreszeiten - den viel stärkeren Einfluss auf unsere Arbeit ! Aber um nicht gegen die Natur zu arbeiten, beachten wir auch deren feinere Rythmen.
Vorraussetzung dafür, dass Pflanzen durch geschicktes Ausnutzen natürlicher Rythmen positiv beeinflusst werden können, ist natürlich, dass Stressfaktoren wie Kunstlicht, chemische Düngung oder Gifte, Hormone oder ähnliches diesen Rythmus nicht überlagern.
Aktuelle Daten finden Sie kommentiert und mit Tipps zum Säen und Pflegen von Pflanzen und Bienen in "Aussaattage" von Maria Thun oder in Auszügen in der aktuellen "kraut & rüben".
Man kann den Stand von Sonne, Mond und Sternen sowie z.B: die Entfernung des Mondes von der Erde auch mit Astronomieprogrammen, wie sie teilweise im Internet frei verfügbar sind, errechnen lassen. Die Interpretation ist allerdings sehr schwierig.